In Martha Niquilles Büro in Lausanne steht ein E-Piano. Wenn die neue Präsidentin des Bundesgerichts Zeit hat, spielt sie zum Ausgleich darauf – allerdings nur mit Kopfhörern. Als Fotomotiv für plädoyer soll das Instrument auf keinen Fall herhalten. Es könnte sonst der Eindruck entstehen, dass am höchsten Gericht der Schweiz lieber musiziert als geurteilt wird.

Niquille will sich auch nicht als Bildungsbürgerin inszenieren. Und ...