23 Stunden in der Zelle

plädoyer 01/2018 vom

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U-Haft · Die Unter­suchungshaft dürfte die Freiheit der Inhaftierten nur so weit einschrän­ken, wie dies für den Untersu­chungs­zweck nötig ist. Die Realität sieht anders aus. Immerhin: Einige Kantone haben eine differenzierte U-Haft eingeführt.

Zentralgefängnis Lenzburg (Bild: KEYSTONE)

Zentralgefängnis Lenzburg (Bild: KEYSTONE)

Für Untersuchungshäftlinge gilt gemäss Artikel 10 der schweizerischen Strafprozessordnung die Unschuldsvermutung. Trotzdem ist die U-Haft in der Praxis die härteste Form des Freiheitsentzugs. Einige Beispiele:

Untersuchungshäftlinge müssen im Gegensatz zu Gefangenen im Strafvollzug in vielen Kantonen 23 Stunden pro Tag in der Zelle verbringen.

Sie dürfen nur einmal pro Woche für eine Stunde Besuch emp­­fangen. In vielen Kantonen sitzen die Besucher hinter Trenn­scheiben – selbst wenn Kinder dabei sind.

Oft gilt ein Telefonverbot. In BS, BE, SG und ZH ist nicht einmal der telefonische Kontakt mit dem Anwalt möglich.

Meist gibt es weder Arbeits- noch Sportmöglichkeiten. 

Hafturlaube sind nicht vorgesehen. 

Die Kantone regeln den Vollzug der U-Haft auch in ihren kantonalen Gesetzen und Verordnungen. [...]

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