Anwälte zurückhaltend mit Erfolgsprämien

plädoyer 01/2019 vom

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Honorarvereinbarung · Wie häufig Anwaltsbüros in der Schweiz auf Erfolgsbasis arbeiten, ist unklar. Angefragte Kanzleien zeigen sich wenig auskunftsfreudig. Fazit: Erfolgsprämien für Anwälte sind in der Schweiz wahrscheinlich selten.

Ausnahmsweise: Bei Vischer Rechtsanwälte liegen die Erfolgshonorare «nahe bei null» (Bild: DOMINIQUE SCHÜTZ)

Ausnahmsweise: Bei Vischer Rechtsanwälte liegen die Erfolgshonorare «nahe bei null» (Bild: DOMINIQUE SCHÜTZ)

Nur  8 von 20 Anwaltskanzleien antworteten auf eine plädoyer-Umfrage zum Thema «Erfolgs­honorare». Und von den acht Antworten gingen zwei inhaltlich auf die gestellten Fragen gar nicht ein. Anwälte sind offenbar verschwiegen, wenn es um Honorarfragen geht. 

Honorare, die vom Ausgang des Verfahrens abhängig sind, sind unter bestimmten Umständen in der Schweiz zulässig. Das Bundes­gericht konkretisierte die Krite­rien im Sommer 2017 (siehe ­unten). Deshalb wollte plädoyer wissen, ob und wie die Anwaltschaft von dieser Möglichkeit ­Gebrauch macht. Die Umfrage richtete sich an 20 zufällig aus­gewählte Kanzleien in verschie­denen Kantonen der Deutschschweiz. 

Fünf dieser Kanzleien können als «gross» bezeichnet werden (mehr als 20 Anwälte), zehn als «mittelgross» (bis 20 Anwälte) und bei weiteren fünf handelte es sich um Einzelbüros. Die Fragen lauteten: Vereinbaren Sie mit Ihren Klienten Erfolgshonorare? Falls ja: In wie vielen Fällen pro Jahr kommt das vor? [...]

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