Flächendeckende Datenlieferung

plädoyer 06/2017 vom

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Bankkonten · Dieses Jahr kommt der automatische Informationsaustausch erstmals zur Anwendung. Die Daten werden im Herbst 2018 an Dutzende von Ländern geliefert – und umgekehrt. Der ­Datenschutz wird dem Interesse des Fiskus an der Verhinderung von Steuerhinterziehung geopfert.

Steueramt Kanton Zug: Straflose Meldung von Auslandkonten voraussichtlich bis Ende 2017 möglich (Bild: KEYSTONE)

Steueramt Kanton Zug: Straflose Meldung von Auslandkonten voraussichtlich bis Ende 2017 möglich (Bild: KEYSTONE)

Mehr und mehr Staaten tauschen Informationen über die Vermögen ihrer Einwohner aus. Seit Anfang Jahr macht auch die Schweiz mit. Der Bundesrat hat auf diesen Termin das Gesetz über den internationalen automatischen Informationsaustausch in Steuer­sachen (AIAG) in Kraft gesetzt. 

Das bedeutet: Die Schweizer Steuerbehörden geben Ämtern im Ausland automatisch, sprich unaufgefordert, finanzielle Daten von Personen weiter, die in der Schweiz ein Konto besitzen, aber im Ausland ihren Wohnsitz haben. Umgekehrt liefern ausländische Steuerämter den Schweizer Behörden Kontoinformationen von Kunden mit Wohnsitz in der Schweiz. Bisher machen neben der Schweiz 38 Staaten und Territorien beim Abkommen über den automatischen Informationsaustausch über Finanzkonten (AIA) mit (siehe Unten).

Rainer J. Schweizer warnt vor Datenmissbrauch

Mit dem AIA wollen die Staaten verhindern, dass ­Vermögenswerte vor dem Fiskus versteckt werden. Die grenzüberschreitende Steuerhinterziehung soll verhindert werden. Die erhaltenen Daten dürfen von den Staaten theoretisch nur zu Steuerzwecken verwendet werden. [...]

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