Jus-Studium verliert an Beliebtheit

plädoyer 03/2019 vom

von

An den Rechtsfakultäten der Schweizer Universitäten geht die Zahl der Studenten leicht zurück. Eine neue Übersicht des Bundesamts für Statistik weist 15 784 Studenten für 2018 aus, 86 weniger als im Vorjahr. Es ist der zweite Rückgang in Folge: 2017 lag das Minus bei 429. Zuvor hatte die Zahl der Jus-Studentinnen und -Studenten über Jahre kontinuierlich zugenommen (vgl. Grafik im PDF).

Für den Rückgang seien nicht allein geburtenschwächere Jahrgänge verantwortlich, sagt Jacques Babel vom Bundesamt für Statistik. Zusätzlich hätten die Rechtswissenschaften gegenüber anderen Studienrichtungen an Terrain eingebüsst. Die Zahl der Bachelor-­Neueintritte zeigt laut Babel, dass die Wahl nach der Maturität weniger häufig als in früheren Jahren auf ein Jus-Studium falle.

Der Frauenanteil steigt jedoch weiter an. 2002 studierten erstmals mehr Frauen als Männer Jus. Seither werden die Rechtswissenschaften von Jahr zu Jahr weiblicher. 2018 kamen 9307 Studentinnen auf 6477 Studenten (Anteil: 59 Prozent).

0

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Artikel verwalten

Dieser Artikel ist folgenden Themen zugeordnet

Weitere Artikel zum Thema

Laptop-Verbot an der Uni Bern

Unis vernachlässigen das Behindertenrecht

Im Teilzeitstudium zum Bachelor