Luxemburg aktuell

plädoyer 02/2018 vom | aktualisiert am

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Verbotene Absprachen in der Pharmabranche 

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in einem Urteil festgehalten, dass die Absprache zwischen den Arzneimittelherstellern Roche und Novartis bezüglich der Medikamente Avastin und Lucentis – welche beide im Bereich der Augenheilkunde zum Einsatz kommen – eine unerlaubte Wettbewerbsbeschränkung darstellen kann. Die Entscheidung wurde im Rahmen eines Vorabentscheidungsverfahrens gefällt.

Beide Medikamente werden vom Unternehmen Genentech produziert, welches zur Roche-­Gruppe gehört. Mit einer Lizenzvereinbarung überliess Genentech die gewerbliche Verwertung von Lucentis Novartis. Die Medikamente sind von der Arzneimittelagentur (EMA) der EU genehmigt. Sie erteilte für Lucentis eine Zulassung zur Behandlung von Augenkrankheiten. Avastin hingegen ist nur bei Tumorerkrankungen zugelassen, wird allerdings häufig zur Behandlung von ­Augenkrankheiten eingesetzt, weil es günstiger als Lucentis ist. 2014 verhängte die italienische Wettbewerbsbehörde (AGCM) gegen Roche sowie Novartis Bussen von je über 90 Millionen Euro. Begründung: Die beiden Arzneimittelhersteller hätten eine Absprache getroffen, um zwischen Avastin und Lucentis eine künstliche Unterscheidung herbeizuführen. 

Nach Auffassung der Wettbewerbsbehörde sind Avastin und Lucentis für die Behandlung von Augenkrankheiten in jeder Hinsicht gleichwertig. [...]

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