Neue Urteile

plädoyer 06/2018 vom

Zivilrecht

Tatsächlich ausgeübte Obhut entscheidend

Leisten beide Elternteile einen Beitrag an die ­Betreuung der Kinder, der den zeitlichen Umfang ­gerichtsüblicher Besuchswochenenden deutlich übersteigt, handelt es sich um eine alternierende Obhut. 

Sachverhalt:

Im Eheschutzgesuch beantragte der Vater dem Bezirksgericht, die beiden Kinder seien für die ­Dauer des Getrenntlebens in seine ­alleinige Obhut zu geben – unter Einräumung eines gerichtsüblichen Besuchsrechts an die Mutter für das eine Kind. Der Eheschutzrichter entschied, ein Kind in die Obhut des Gesuchstellers zu geben, und ordnete eine allmähliche Ausdehnung des Besuchsrechts hin zu einer fast hälftigen Betreuung an. Die Obhut für das andere Kind teilte er der Mutter zu und verfügte eine annähernd hälftige Betreuung durch den Vater. Gegen diesen Entscheid erhob der Vater Berufung ans Kantonsgericht und beantragte, das ­zweite Kind sei in die alternierende Obhut beider Eltern­teile zu ­geben.

Aus den Erwägungen:

4.3 Haben die Eltern, die zur Regelung des Getrenntlebens das Gericht anrufen, minderjährige Kinder, trifft das Gericht gemäss Art. 176 Abs. 3 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs nach den Bestimmungen über die Wirkungen des Kindesverhältnisses die nötigen Massnahmen. Zu regeln sind namentlich die Obhut über das Kind, der persönliche Verkehr mit dem nicht obhutsberechtigten Elternteil, die Beteiligung jedes Elternteils an der Betreuung und der Kindesunterhalt. [...]

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