Verschlossene Türen für viele Geschädigte

plädoyer 06/2018 vom

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Beschwerdelegitimation · In Strafverfahren sollen Geschädigte, die nicht Opfer im Sinn des Opferhilfegesetzes sind, nur noch eingeschränkt Zugang zum höchsten Gericht haben. Damit würde das Rad zurückgedreht.

Bundesgericht Lausanne: Der Bundesrat will das Gericht entlasten (Bild: SCHWEIZERISCHES BUNDESGERICHT)

Bundesgericht Lausanne: Der Bundesrat will das Gericht entlasten (Bild: SCHWEIZERISCHES BUNDESGERICHT)

Das Schweizer Justizsystem ist reformbedürftig», sagt Werner Zumbrunn. Der streitbare 71-jährige Baselbieter Elektroingenieur hatte als Mitarbeiter der Industriellen Werke Basel Verstösse gegen das Wettbewerbsrecht offengelegt. Er wurde entlassen, fand eine neue Stelle an einer Fachhochschule, bekam wieder Ärger mit den Vorgesetzten und wurde erneut entlassen. 

Grund für das Zerwürfnis: der Streit über eine Erfindung Zumbrunns, konkret über die ­Patentanmeldung der Fachhochschule in den USA und über die Höhe des ihm zustehenden Er­löses. Der Elektroingenieur wirft mehreren Vorgesetzten ungetreue Geschäftsbesorgung und Ver­untreuung vor, seiner Arbeit­geberin Persönlichkeitsverletzung und eine missbräuchliche Kündigung.

Ein einsamer Kampf gegen die Justiz

Spätestens seit diesem zweiten Grosskonflikt am Arbeitsplatz führt der unnachgiebige Senior und mehrfache Grossvater einen unermüdlichen Kampf gegen die Justiz – allein, ohne Rechtsbeistand. Einen Rechtsanwalt könne er sich längst nicht mehr leisten, sagt Werner Zumbrunn. Er hat zahlreiche Zivil- und Strafklagen eingereicht, zieht sämtliche rechtlichen Register – und verliert in den meisten Fällen. Inzwischen vermutet Zumbrunn in der Strafverfolgung wie auch in der hiesigen Gerichtsbarkeit flächendeckend Willkür, Unfähigkeit, Lug und Trug – von der ersten bis zur letzten Instanz. 

Eine von Werner Zumbrunns jüngsten Fehden endete vor Bundesgericht. [...]

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