Zürcher Jus-Studenten gehen fremd

plädoyer 2/14 vom

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Ein knappes Dutzend Zürcher Bachelorstudenten besuchen im Frühjahrssemester 2014 Vorlesungen an der Universität Luzern, und vier sind es an der Universität Freiburg. Grund für das Fremdgehen: Im Herbstsemester 2013 fand an der Universität Zürich der Wechsel vom Bologna-I-System auf das Bologna-II-System statt. Es führt zu ­einem neuen Prüfungsmodus.

Neu finden für Bachelor­anwärter im zweiten und dritten Jahr des Studiums nur noch Jahresprüfungen – im Juni – statt. Mit dem Systemwechsel wurden Bachelorstudenten, die unter dem alten System begonnen hatten, direkt in die neue Studienordnung überführt. Um ihnen entgegenzukommen, durften sie die fehlenden ECTS-Kreditpunkte frei in den Fächern ihrer Wahl sammeln.

Trotzdem gelang es einigen Studenten dieser Übergangsgeneration nicht, die für den Bachelorabschluss nötigen 180 Kreditpunkte zu sammeln. Sie wichen daher an andere Universitäten aus, um die erforderlichen Prüfungen zu absolvieren.

In Zukunft dürfte es gemäss Christian Schwarzenegger, Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich, kaum mehr zu solchen «Ausweichbewegungen» von Zürcher Bachelorstudenten kommen. Grund dafür sei, dass Bachelorstudenten, die ihr Studium in Zürich im Herbstsemester 2013 aufgenommen hätten, nach der neuen Studienordnung studieren würden.   

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Kommentare

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von anastasia99 am
07.01.2015, 21:29

Kein Wunder

Wer sein Studium nach der alten Ordnung begonnen hat, wird mehrfach bestraft! Wir wurden einfach in die neue Ordnung integriert- mit Vorlaufzeit von 9Mt, somit uns keine Zeit zum Planen blieb. Des Weiteren haben wir div. Module im BA abgeschlossen für welche wir je 3 ETCS erhalten haben. Nun sind die gleichen Fächer mit den gleichen Anforderungen im MA- zu 6 ETCS. Wir kriegen die Punktedifferenz nicht und sind zudem im MA noch davon ausgeschlossen! Na danke

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