Das Werk gibt eine gute Übersicht über die rechtlichen Be­ziehungen zwischen der Schweiz und der EU. Der Autor legt dar,  wie die vertraglichen Bindungen entstanden sind und wie sie sich gewandelt haben. ­­Er zeigt anhand vieler Rechtsgebiete auf, wie stark die Schweiz tatsächlich europäisches Recht übernimmt, etwa via die bila­teralen Verträge, den autonomen Nachvollzug oder die europa­verträgliche Auslegung seitens der Gerichte.

Der Professor für Europa­recht übt auch Kritik – nicht nur ­bezüglich der «Schweiz als ­Insel», sondern auch bezüglich der unreflektierten Anpassungen ans EU-Recht. Von höchster Aktualität sind seine Erklärungen zum neuen institutionellen Abkommen zwischen der Schweiz und der EU oder zum ­neuen europäischen Asyl- und Migrationspakt.

Bewertung: Ein detailliertes Werk für alle Praktiker.

Matthias Oesch
Schweiz – Europäische Union: Grundlagen, Bilaterale Abkommen, Autonomer Nachvollzug
EIZ Publishing, Hamburg 2025
368 Seiten, Fr. 18.90 oder kostenlos im Download