Mit seiner Dissertation legt der ­Autor die erste vertiefte und umfassende Auseinandersetzung mit dem Opting-out im schweizerischen Übernahmerecht vor. Die Dissertation besticht durch die systematische Herangehensweise und die sorgfältige Ana­lyse der Schnittstellen zwischen Gesellschafts- und Finanzmarkt­recht.

Hervorzuheben ist die differenzierte Betrachtung der ­Rolle der Übernahmekommission und der Zivilgerichte. Die Praxis der Übernahmekommission wird mitunter etwas pointiert ­hinterfragt – eine nuanciertere ­Wür­digung ­ihrer präventiven Funktion hätte für mehr Aus­gewogenheit gesorgt. Insgesamt aber ist es ein richtungsweisendes Werk mit Praxisrelevanz, das juristische Klarheit schafft und Impulse für eine gesetzgeberische Weiterentwicklung liefert.

Bewertung: Eine lesenswerte Dissertation mit praxisnaher Relevanz.

Matthias P. A. Müller
Rezension zu: Opting-out – Theorie und Praxis im schweizerischen Übernahmerecht
Dike, Zürich 2025
661 Seiten, Fr. 126.–