Eugen Hubers wissenschaftliche Karriere begann mit einem Tiefschlag. Als junger Privatdozent kündigte er seine erste Vorlesung an der Uni Zürich an. Thema waren «Die Schweizerischen Stadtrechte». Kein einziger Student kam. Huber heuerte danach bei der NZZ als Hilfsredaktor an. Bereits drei Jahre später war er Chefredaktor – noch nicht einmal 27-jährig. 

Auf diese und viele andere ­Informationen stiess Mitautorin Sibylle Hofer bei ihren Unter­suchungen zu Huber. Anhand von rund 70 Fotografien und bisher unbeachteten Dokumenten zeichnet sie die Biografie ­Hubers nach – auch mit Details aus ­seinem Privatleben. So erfährt man etwa, dass Huber ­während der Zeit als Professor in Bern seine Nachbarn um 5 Uhr mit dem Klappern ­seiner Schreib­maschine weckte.

Bewertung: Facettenreicher und überraschender Blick auf Eugen Hubers Leben. 

Sibylle Hofer, Christian ­Grossenbacher, Camille Savary 
Eugen Huber – Ein Juristen­leben in Bildern
Dike Zürich / St. Gallen 2025
161 Seiten, Fr. 38.–