Die Festschrift umfasst 44 Beiträge zum Bundesstrafgericht. Interessierte finden wertvolle Hinweise zu Rechtsprechung und Praxis – etwa zu Spezial­gebieten wie der Rechtshilfe und der Auslieferung. Einige Bei­träge widersprechen sich zwar hie und da. So bejahen Heierli und König die Verwertbarkeit von Akten der Finma unter dem ­Aspekt des Selbstbelastungs­privilegs, während Popp dies verneint. Teilweise fehlt eine ­kritische Auseinandersetzung der Autoren mit der geltenden Praxis, etwa bei Beiträgen von Mitarbeitern der entsprechenden Behörde. 

Sehr lesenswert sind die ­Beiträge, die sich mit grund­legenden Fragen richterlicher Tätigkeit wie der Richterethik oder den Grundsätzen «in dubio pro reo» respektive «pro duriore» befassen.

Bewertung: Praxisbezogen bei spezifischen Themen, Lesens­wertes zu allgemeinen Fragen.

Stefan Heimgartner et al. (Hrsg.) 
Tempus fugit. 20 anni / 20 Jahre / 20 ans. Tribunale penale ­federale / Bundesstraf­gericht / Tribunal pénal fédéral
Helbing Lichtenhahn, Basel 2024
592 Seiten, Fr. 138.–