Inhalt
Diese Doktorarbeit liefert eine eindrückliche Abhandlung zur strafrechtlichen Figur der Hassrede. Sie legt den historischen Hintergrund dar und zeigt die verschiedenen Definitionen auf, auch im internationalen Kontext. Danach beleuchtet sie vor allem anhand der Schweizer Antirassismusstrafnorm (Artikel 261bis StGB) relevante rechtliche Fragen: geschützes Rechtsgut, Opfereigenschaft oder strafbare Tathandlungen.
Eine Stärke des Werks liegt darin, dass die Autorin Kritik an besprochenen Entscheiden wagt. Sie tut das in einer dezidierten Art, wie man es selten in einem rechtlichen Werk sieht – leider zuweilen jedoch etwas flapsig.
Das Werk geht auch auf die rechtliche Praxis bei Hassrede in anderen Ländern ein, etwa den USA, Grossbritannien oder Deutschland.
Bewertung: Für Praktiker, die Opfer von Rassismus beraten.
Nadine Mayer
Hassrede als Herausforderung für das schweizerische Strafrecht
Dike, Zürich 2025
519 Seiten, Fr. 92.–

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