Rund 250 Studierende sitzen in der Aula der Universität Zürich. Projektor, Rednerpult und Beamer sind vorne aufgereiht. Dahinter geht eine grazile Person mit markantem Kinn hin und her. Sie stellt Fragen und wartet geduldig auf Antworten. Helen Keller, Professorin für öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht, ist in ihrem Element. Auf ihre frei formulierten Sätze folgt oft eine Pause. Die Studierenden sollen begreifen, was sie sagt. Ihre Fragen – etwa ob V&...