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Plädoyer 02/2026
30.03.2026
Worte können bleibende Wunden hinterlassen. Das Sprachforschungsteam von Steffen Kitty Herrmann legt in seinem Werk «Verletzende Worte» dar, dass Worte körperlich spürbar sind. Dementsprechend ist ein Verhör als Gewalt zu sehen, die körperlich spürbar ist: «Befehl und Verhör sind Beispiele für Sprechsituationen, in denen das Sprechen materiale Effekte auf den Körper des Adressaten haben kann.»1
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