Worte können bleibende Wunden hinterlassen. Das Sprachforschungsteam von Steffen Kitty Herrmann legt in seinem Werk «Verletzende Worte» dar, dass Worte körperlich spürbar sind. Dementsprechend ist ein Verhör als Gewalt zu sehen, die körperlich spürbar ist: «Befehl und Verhör sind Beispiele für Sprech­situa­tionen, in denen das Sprechen materiale Effekte auf den Körper des Adressaten haben kann.»1

...