Die Strafverfolgungsbe­hörden und der Nachrichtendienst des Bundes ordneten 2024 doppelt so viele Überwachungen an wie im Vorjahr: 20'515. Die Zahl der Antennensuchläufe stieg von 2168 auf 11'290. Auch die Abfragen von Bestandsdaten (Namen, Adressen) erreichten mit 528'000 einen Höchstwert. Das ist ­eine Vervierfachung seit 2019.

Die meisten Datenlieferungen stammten von der Swisscom (über 7000), gefolgt von Salt, Sunrise und Lycamobile. Echtzeitüber­wachungen stiegen um 45 Prozent auf 1818 Fälle, rückwir­kende Überwachungen um 25 Prozent auf 6150. Auch die Zahl der Anfragen an Betreiber von Datenbanken ­wuchsen: 495'119 einfache Auskünfte wurden erteilt, ein Plus von 18 Prozent. Inhaltlich standen 2024 vor allem Vermögensdelikte im Fokus (43 Prozent der Überwachungen), dreimal so viele wie im Vorjahr.

Auch der NDB intensivierte seine Tätigkeit: 2024 führte er 106 Überwachungen durch. Im Vorjahr waren es noch 46.