Die US-Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag (ICC) haben praktische Folgen: Das Gericht verzichtet gänzlich auf die Software «Microsoft 365» und verwendet stattdessen die deutschen Open-Source-Anwendungen von «Opendesk». Dies bestätigte ein ICC-Sprecher Ende Oktober gegenüber dem deutschen Handelsblatt.

Im Februar 2025 hatte der US-Präsident Donald Trump Sanktionen gegen Mitglieder des ICC, darunter Einreiseverbote und Konto­sperrungen, verfügt (plädoyer 2/2025). Betroffen war unter anderem der Chefankläger Karim Khan, der nicht mehr auf sein Microsoft-E-Mail-­Konto zugreifen konnte.