Ein bisschen Ruhm gibt es schon ab 330 Franken

plädoyer 02/2018 vom | aktualisiert am

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Ranglisten · Ein Pokal mit der Aufschrift «Anwalt des Jahres» macht sich in jeder Kanzlei gut. Doch viele Preise werden einfach gekauft. Auch die Aussagekraft des «Bilanz»-Rankings ist dürftig.

Geschäft mit der Eitelkeit: Die Rankings der Zeitschriften «Bilanz» und «Lawyer Monthly» sind fragwürdig

Geschäft mit der Eitelkeit: Die Rankings der Zeitschriften «Bilanz» und «Lawyer Monthly» sind fragwürdig

Die Ankündigung aus England wirkt beeindruckend. «Nach harter Arbeit, nach monatelangen Recherchen und Auswertungen von Abstimmungsdaten», so schreibt das Magazin «Lawyer Monthly» einem Zürcher Anwalt per Mail, «sind wir stolz, Sie offiziell informieren zu können, dass Sie den ‹Lawyer Monthly Legal Award 2017› in der Kategorie Civil Law gewonnen haben.» Der Spezialist für Vertragsrecht fragt sich, wie das Magazin ausgerechnet auf ihn kommt. Eine Selbstnomination, wie sie das «Lawyer Monthly» durchaus akzeptiert, war bei ihm nicht der Auslöser. 

Rasch wird klar, worum es geht. Der Verlag, ansässig in einem Vor­ort von Birmingham, preist im Mail spezielle «Winner Options» an. Etwa einen Beitrag mit Biografie oder Firmenprofil, Logo und Foto auf zwei Seiten des Magazins für 1195 Pfund (umgerechnet knapp 1600 Franken). Legt man 785 Franken drauf, gibts auch eine Erwähnung auf der Frontseite. Der «einzigartige Pokal mit Lasergravur» kostet 330 Franken, für 260 Franken gibts ein gerahmtes Zertifikat mit Siegel.

Immer wieder fallen Anwälte auf die Masche herein. [...]

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