Freie Bahn für Open Access

plädoyer 03/2018 vom

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Geteiltes Wissen · Die Verfassung und die Wissenschaftsfreiheit in der Schweiz lassen es zu, dass staatlich geförderte Forschungsergebnisse für jedermann kostenlos einsehbar sind.

Das im Urheberrecht verwurzelte Persönlichkeitsrecht eines Autors ist in den letzten Jahren durch verschiedene Gerichtsfälle bekannt geworden, so etwa kürzlich durch einen Entscheid des Bundes­gerichts (BGE 142 III 387 vom 19. April 2016). Dieses gab einem Waadtländer Ehepaar recht, das die Terrasse seiner Wohnvilla ­gegen den Willen des Architekten baulich anpassen wollte. Der Architekt machte vergeblich geltend, durch den Umbau werde sein Werk entstellt, was sein Urheberpersönlichkeitsrecht verletze. Die Villa besass zwar Werkcharakter. Je enger die Bindung des Architekten zum Werk ist, desto eher schädigt eine Änderung dessen Ruf. Bei der Frage des Schutzumfangs geben das Ausmass, die Art und der Zweck der Änderung den Ausschlag. Änderungen aus rein ästhetischen Gründen sind in der Regel unzulässig. Zweckorientierte Anpassungen insbesondere bei Nutzbauten muss der Urheber hingegen weitgehend hinnehmen. Im Waadtländer Fall bewertete das Gericht die Bindung des Architekten zum Bau nicht als besonders eng und beurteilte die funktional bedingte Schliessung einer Terrasse nicht als Verletzung von Artikel 11 Absatz 2 URG. [...]

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