Gerichte des Bundes aktuell

plädoyer 05/2018 vom

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Blindheit nach Operation ist kein Unfall 

Als ein Patient nach einer schweren Herzoperation – Aortaklappen­ersatz – aus der Narkose erwachte, wurde ein irreversibler kompletter Sehverlust an beiden Augen festgestellt. Die Zurich Versicherung lehnte ihre Leistungspflicht als Unfallversicherung mit der Begründung ab, der ärztliche Eingriff sei nicht als Unfall zu qualifizieren. Der Patient akzeptierte diese Einschätzung nicht und argumentierte, die Verletzung der Arteria mammaria sei auf eine grobe Ungeschicklichkeit der operierenden Ärzte zurückzuführen und damit als ungewöhnlicher äusserer Faktor zu qualifizieren. Ein Gutachten ergab jedoch, dass kein grober Fehler der Ärzte und damit kein Unfall vorlagen. Für den Sehverlust war vielmehr eine Reihe von Faktoren – Vorerkrankung des Patienten, lange Dauer der Operation etc. – verantwortlich.

Bundesgericht 8C_813/2017 vom 6.6.2018

Keine Haftung des Kantons nach Straftat

Der Kanton Luzern muss dem Opfer einer brutalen Straftat weder eine Genugtuung bezahlen noch für den erlittenen Schaden aufkommen. Eine Frau hatte ihrem damaligen Freund in einem E-Mail mitgeteilt, sie beende die Beziehung definitiv. [...]

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