Praktikum: Absenzen nicht vorgesehen

plädoyer 06/2018 vom

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Anwaltsausbildung · Wer im Kanton Solothurn ein Anwaltspraktikum absolviert, muss sämtliche Absenzen mit Überstunden während des Praktikums nachholen. Das führt immer wieder zu Problemen. Andere Kantone sind kulanter.

Im Dienst: Solothurn rechnet Zivilschutzdiensttage nicht ans Praktikum an (Bild: KEYSTONE)

Im Dienst: Solothurn rechnet Zivilschutzdiensttage nicht ans Praktikum an (Bild: KEYSTONE)

Das schweizerische An­walts­gesetz schreibt für die ­Zulassung zur Anwaltsprüfung ein Praktikum von mindestens einem Jahr Dauer vor. Die nähere Regulierung ist den Kantonen vorbehalten. 

Eine grosse Mehrheit der Kantone beschränkt die Praktikumsdauer auf die vom Bundesrecht vorgegebenen zwölf Monate. 

So auch der Kanton Solothurn. Von den zwölf Monaten muss ein Jurist sechs Monate bei einer Anwaltskanzlei und sechs Monate bei einem solothurnischen Gericht oder bei der Staatsanwaltschaft absolvieren. In der juristischen Prüfungsverordnung von Solothurn steht jedoch, dass Abwesenheiten wegen Militär, Zivilschutz, Krankheit, Ferien usw. nicht an die Dauer des Praktikums angerechnet werden. Sämtliche Absenzen müssen also während dieser zwölf Monate nachgeholt werden. Eine kurz­fristige Verlängerung wegen Krankheit oder anderen Absenzen ist in Solothurn nicht möglich. Ferien gibt es nicht. [...]

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