Werbung – getarnt als Journalismus

saldo 05/2015 vom

von

Werbekunden dürfen bei ­renommierten ­Zeitungen Artikel im Internet veröffent­lichen – als wären sie von Journalisten. ­Anders in Deutschland. Dort wehren sich ­Anzeigenkunden ­gegen die Irreführung der Leser.

Eine von vielen Schlagzeilen auf der Internetseite der Zeitung «Finanz und Wirtschaft» lautet: «Die Verschuldung wächst im Grossteil der Industrieländer.»  Der dazugehörige Artikel ist gelayoutet wie ein journa­listischer Beitrag. Er ist im Stil verfasst, den die Re­daktion pflegt. Er wird ­verlinkt, per Newsletter verschickt und archi­viert, als ob ihn ein Journalist von «Finanz und Wirtschaft» geschrieben hätte. 

Nur: Der Artikel stammt von der US-Bank J.P. Morgan. Sie bezahlt dafür an «Finanz und Wirtschaft» 1800 Franken pro Tag. «Werbung durch Inhalt» nennt dies der Zürcher Medienkonzern Tamedia, der die Zei­tung herausgibt. Im Bran­chenjargon heisst diese Werbeform «Native Advertising». [...]

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