Neuer Juristenberuf im Asylverfahren

plädoyer 04/2018 vom

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Hybrides Berufsmodell · Ab März 2019 werden in der Schweiz Hunderte von Juristinnen und Juristen gebraucht, die in sechs Bundesasylzentren die unentgeltliche Rechtsvertretung gewährleisten. Mit dieser Aufgabe entsteht ein neues Berufsfeld.

Anspruchsvoll: Befragung einer Asylbewerberin im Zürcher Testbetrieb (gestellte Szene

Anspruchsvoll: Befragung einer Asylbewerberin im Zürcher Testbetrieb (gestellte Szene

Der Zeitplan ist ambitioniert, die Nervosität unter den Beteiligten entsprechend gross, und es geht um nichts Geringeres als Rechtsstaatlichkeit, Humanität und Fairness. Auf dem Spiel stehen die höchsten Rechtsgüter überhaupt. Das räumt auch Mario Gattiker, Vorsteher des Staatssekretariats für Migration (SEM) unumwunden ein: Leib, Leben und Freiheit. Und das in einer zunehmend schwierigen Ausgangslage. Kürzlich teilte das Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit, dass Ende 2017 weltweit so viele Menschen wie noch nie auf der Flucht waren: 68,5 Millionen – 4,6 Millionen mehr als ein Jahr zuvor.

200 Vollzeitstellen für Juristen

Die Schweiz führt am 1. März 2019 in sechs Asylzentren definitiv das beschleunigte Asylverfahren ein, nach Probeläufen in den Testbetrieben in Zürich und der Westschweiz. Die Rede ist von künftig 5000 Plätzen für Asylbewerber. Unabdingbare Voraussetzung für die angestrebte markante Beschleunigung der Verfahren ist ein ausgebauter Rechtsschutz. In einer ersten, groben Schätzung geht das Staatssekretariat für Migration davon aus, dass dafür rund 200 Vollzeitstellen für Juristinnen und Juristen notwendig sein werden. [...]

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